Der Friedhof Steinheim-Süd liegt am südwestlichen Rand des Hanauer Stadtteils Steinheim, grenzt im Süden an die Darmstädter Straße und wird über seinen Haupteingang an der Vogelsbergstraße erschlossen. Er ist rund 2,1 Hektar groß und gehört aufgrund seiner geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Bedeutung zu den als Kulturdenkmal des Landes Hessen ausgewiesenen Friedhöfen.
Angelegt wurde der Friedhof im Jahr 1906 als Ergänzung zum älteren Friedhof Steinheim-Nord, der bereits 1874 eingeweiht worden war und 2024 sein 150-jähriges Bestehen feierte. In seinen Anfangsjahren wurde der Friedhof Steinheim-Süd von kirchlicher Seite organisiert und unterhalten; erst 1971 übernahm die Stadt Hanau die Verwaltung und Pflege. Dem wachsenden Bedarf entsprechend erfolgten mehrere Erweiterungen der Grabfelder, insbesondere 1928, 1945 und 1976.
Prägend für das Erscheinungsbild ist die parkartig gestaltete Grünanlage im Bereich Vogelsbergstraße/Kapellenweg, in der sich der alte Friedhofseingang und eine historische Friedhofskapelle befinden. Heute umfasst der Friedhof rund 40 Bestattungen pro Jahr; zu seinen Besonderheiten zählen auch denkmalgeschützte Grabstätten sowie ein Memoriam-Garten als modernes Angebot einer gärtnerisch gepflegten Grabanlage.
Damit ist der Friedhof Steinheim-Süd nicht nur ein aktiver Bestattungsort, sondern zugleich ein wichtiges Zeugnis der Ortsgeschichte Steinheims und der Entwicklung der Friedhofskultur des frühen 20. Jahrhunderts.