Der Waldfriedhof Goldstein wurde am 18. Mai 1950 eingeweiht und liegt südlich des Stadtteils Schwanheim, eingebettet in den Frankfurter Stadtwald an der Unterschweinstiegschneise. Anders als die meisten Frankfurter Friedhöfe entstand er erst nach dem Zweiten Weltkrieg und ist damit eine vergleichsweise junge städtische Begräbnisstätte – angelegt in einer Zeit, in der nach den Verlusten der Kriegsjahre zusätzlicher Bestattungsraum benötigt wurde.
Mit rund 7,9 Hektar Fläche und etwa 4.400 Grabstellen gehört der Waldfriedhof Goldstein zu den kleineren bis mittelgroßen Friedhöfen Frankfurts. Sein Charakter wird ganz vom umgebenden Wald geprägt: hoher Baumbestand, ruhige Wege und eine bewusst naturnahe Gestaltung, die sich harmonisch in die Landschaft des Stadtwalds einfügt. Die Trauerhalle bietet Platz für etwa 65 Personen.
Über die Jahrzehnte hat sich das Angebot an Grabarten erweitert – neben klassischen Erd- und Urnenwahlgräbern stehen heute auch Rasenurnengräber sowie Baumbestattungen im Trauerwald zur Verfügung, die der naturnahen Lage besonders entsprechen.
Auch wenn die historische Überlieferung zum Goldsteiner Waldfriedhof eher knapp ist, hat sich der Friedhof in den vergangenen über siebzig Jahren zu einem festen, ruhigen Ort des Gedenkens für die Bewohner Schwanheims, Goldsteins und der südlichen Stadtteile entwickelt.