Der Wiesbadener Bestattungswald TERRA LEVIS wurde 2013 im Frauensteiner Stadtwald zwischen Frauenstein und Georgenborn als erster Bestattungswald der Landeshauptstadt eröffnet. Anders als viele andere Kommunen entschied sich das Wiesbadener Grünflächenamt bewusst gegen einen bundesweit tätigen Anbieter wie Friedwald und schuf stattdessen ein eigenständiges, städtisches Angebot für Urnenbestattungen unter Bäumen. Hintergrund war der Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger nach einer naturnahen, konfessionsfreien Bestattungsform, bei der die Grabpflege dem Wald selbst überlassen bleibt. Der Name leitet sich vom römischen Segensspruch „Sit tibi terra levis“ („Möge Dir die Erde leicht sein“) ab und prägt seit der Gründung auch die Wort-Bild-Marke des Areals.
In den Folgejahren wurde der Wald aufgrund der stetig wachsenden Nachfrage nach Baumgrabstätten mehrfach erweitert und umfasst heute rund 25 Hektar Wald, der für 99 Jahre aus der forstwirtschaftlichen Nutzung herausgenommen ist. Ende 2016 erhielt TERRA LEVIS mit dem ESWE-Anrufsammeltaxi der Linie 24 erstmals eine Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Zum zehnjährigen Bestehen 2023 wurde der Internetauftritt grundlegend überarbeitet, und bei einer bundesweiten Wahl der schönsten deutschen Bestattungswälder belegte TERRA LEVIS den fünften Platz – ein sichtbares Zeichen dafür, dass sich das eigenständige Wiesbadener Konzept im überregionalen Vergleich etabliert hat.