Die Idee eines eigenen Bestattungswalds wurde in Nidderau bereits 2011 in den politischen Gremien der Stadt beraten. Im Oktober 2014 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, für ein Waldstück zwischen Eichen und Ostheim einen Bebauungsplan aufzustellen und dort einen Bestattungswald auszuweisen. Die ursprüngliche Planung sah auf rund zwei Hektar etwa 50 Bäume vor, an deren Fuß jeweils bis zu zwölf Urnen beigesetzt werden können. Anders als viele andere Kommunen entschied sich Nidderau dafür, den Bestattungswald in eigener Regie zu betreiben. Am 1. Dezember 2014 wurden die Friedhofsordnung und die Gebührenordnung für den Bestattungswald beschlossen.
Am 30. April 2015 wurde der Bestattungswald bei einer öffentlichen Begehung offiziell vorgestellt, Treffpunkt war der Parkplatz „Hirscheck“ an der Kreisstraße 851. Seit Mai 2015 bietet die Stadt Nidderau die Urnenbeisetzung im Bestattungswald als zusätzliche Bestattungsform an. Die Nachfrage war von Beginn an groß: Bereits nach fünf Monaten waren die ersten 100 Plätze vergeben, und das Interesse kam nicht nur aus Nidderau und den Nachbargemeinden. Inzwischen wurde der Bestattungswald um einen zweiten Teilbereich erweitert.
Heute ergänzt der Bestattungswald die fünf Friedhöfe der Stadt. Seit dem 1. Januar 2022 können nur noch Nidderauer Bürgerinnen und Bürger einen Platz im Bestattungswald erwerben oder sich zu Lebzeiten einen Wunschbaum reservieren.